Kurznachrichten
Die Europäische Union verabschiedet auf einer Tagung des Internationalen Olivenrates im Juli neue Handelsnormen für Olivenöl, um internationale Standards zu harmonisieren und die Qualitätsbewertung zu verbessern – trotz Bedenken einiger Mitgliedsstaaten und Branchenvertreter. Die Änderungen umfassen die Aktualisierung von Messmethoden, die Anpassung der Steringrenzwerte und die Angleichung der Vorschriften an globale Standards. Gleichzeitig laufen Diskussionen, um Bedenken hinsichtlich möglicher Nachteile für bestimmte Olivenanbaugebiete auszuräumen.
Die Europäische Union wird auf einer bevorstehenden Tagung der Internationaler Olivenrat (IOC) im Juli trotz Bedenken einiger Mitgliedsstaaten und Interessenvertreter der Branche.
Die in Zusammenarbeit mit dem IOC entwickelten Änderungen zielen darauf ab, internationale Standards zu harmonisieren und die Qualitäts- und Reinheitsbewertungen von Olivenöl zu verbessern. Dabei werden die globale Produktion und die Auswirkungen von Klimawandel.
Kurz und Entscheidung Der Rat der Europäischen Union erklärte, er werde die Aktualisierung der Methode zur Messung von Wachsen und Fettsäureethylestern unterstützen, eine Methode zur Bestimmung von Diglyceriden und Triglyceriden hinzufügen, eine Fußnote zur Anpassung des Gesamtsteringrenzwerts für sortenreine Öle der Sorten Koroneiki und Nocellara del Belice hinzufügen (bis weitere Studien abgeschlossen sind) und den Test auf Spuren halogenierter Lösungsmittel streichen.
Siehe auch:Europa verschärft Beschränkungen für Kohlenwasserstoffe in nativem OlivenölLaut dem Rat sollen die vorgeschlagenen Anpassungen einen fairen Wettbewerb gewährleisten und die EU-Vorschriften an globale Standards anpassen. Laut IOC-Daten war die EU in den letzten fünf Jahren für 61 Prozent der internationalen Olivenölproduktion verantwortlich.
Allerdings sind nicht alle Beteiligten überzeugt. Einige Branchenvertreter argumentieren, dass die neuen Anforderungen an die Sterolzusammensetzung, die die zulässigen Werte von Delta-7-Stigmastenol, einer natürlich vorkommenden Verbindung in Olivenöl, ändern, bestimmte europäische Olivenanbaugebiete benachteiligen könnten.
Die größte Sorge der Produzenten besteht darin, dass der Steringehalt aufgrund des regionalen Klimas schwanken kann und dass manche Olivensorten Öle liefern könnten, die außerhalb der neuen Grenzwerte liegen, selbst wenn sie ansonsten von hoher Qualität sind. extra vergine.
Sie befürchten zudem, dass dies zu unfairen Nachteilen für traditionelle Produzenten in den betroffenen Regionen führen könnte und deren Möglichkeit, ihre Öle unter bestimmten Qualitätsklassen zu vermarkten, möglicherweise beeinträchtigt. Andere befürchten, dass strengere Vorschriften die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften für kleinere Olivenölunternehmen erhöhen könnten.
Als Reaktion auf diese Bedenken teilte das IOC mit, dass die Diskussionen in den entsprechenden Expertengruppen noch andauern und dass die Mitglieder die Fragen bei ihren Treffen auf der 121.st Sitzung des Rates der Mitglieder.
"„Wir begrüßen die Aktualisierung des Olivenölstandards durch die Europäische Union, die das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen unseren Experten und den europäischen Behörden ist“, sagte Mercedes Fernández, Leiterin für Forschung und Standardisierung beim IOC.
Über ihre bedeutende Rolle in der Produktion hinaus ist die EU auch der größte Exporteur und Verbraucher von Olivenöl.
Der 27-Mitglieder-Block war in den letzten fünf Jahren für 45 Prozent des Olivenölverbrauchs verantwortlich. Gleichzeitig lieferten die EU-Länder im gleichen Zeitraum 63 Prozent der weltweiten Olivenölexporte.
Fernández wies darauf hin, dass die Änderungen des Standards ursprünglich im Rahmen der EU-Initiative vom Juni vereinbart wurden. Entscheidung 2024 seine Vermarktungsnormen für Olivenöl an die des IOC anzugleichen.
"Diese Entwicklung stellt einen bedeutenden Schritt dar“, sagte Fernández. "Das IOC wird weiterhin daran arbeiten, sicherzustellen, dass seine Standards als weltweite Referenz dienen, die Echtheit der Produkte gewährleisten und die Verbraucher schützen.“
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