Landwirte in Kroatien warten auf Wettbewerbsergebnisse

Branchenvertreter und Produzenten sehen das NYIOOC als eine Möglichkeit, die Qualität Kroatiens zu demonstrieren und Verfälschungen und Betrug zu bekämpfen.
Tomislav Čudina und Ante Vulin
Von Nedjeljko Jusup
19. März 2024 23:33 UTC

Nach der Einreichung von 92 Einsendungen warten die kroatischen Olivenbauern gespannt auf das Jahr 2024 NYIOOC World Olive Oil Competition Ergebnisse angezeigt

Am ersten Wettbewerbstag wurden 40 Gewinner bekannt gegeben. Unter ihnen waren auch zwei Kroaten OPG Celini und OPG Ante Vulin jeweils mit Goldpreisen für eine Mischung mittlerer Intensität bzw. mittlere Oblica ausgezeichnet.

Landwirte und Müller in Istrien und Dalmatien, den beiden Hauptanbauregionen des Landes, hoffen, dass die Auszeichnungen einen enttäuschenden Start in das Erntejahr 2023/24 ausgleichen.

Siehe auch:Das beste native Olivenöl extra aus Kroatien

Die Olivenölproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr um schätzungsweise 30 bis 40 Prozent zurückgegangen, was hauptsächlich auf ungünstige klimatische Bedingungen zurückzuführen ist. Nach Angaben des International Olive Council produzierte Kroatien 5,100 Tonnen Olivenöl im Jahr 2022/23.

Trotz des erheblichen Rückgangs sind die Hersteller zuversichtlich, qualitativ hochwertige Produkte herzustellen Natives Olivenöl extra.

"Wer Proben seines Öls geschickt hat, kann auf gute Ergebnisse hoffen“, sagte er mehrfach preisgekrönt Tomislav Duvnjak aus Vodice in Dalmatien.

Seit Duvnjak a koordinierte Anstrengung Um kleine dalmatinische Produzenten zu organisieren und zu finanzieren, damit sie 2021 Beiträge nach New York schicken können, gehört Kroatien seit jeher zu den größten Gewinnern des Weltwettbewerbs.

Im Jahr 2023 erhielten kroatische Produzenten 105 Auszeichnungen aus 131 Einsendungen. Nur Italien und Spanien erhielten mehr Auszeichnungen. Ähnliche Situationen gab es 2022 und 2021, wobei die Kroaten die drittmeisten (96) bzw. viertmeisten (87) Auszeichnungen erhielten.

Vor Duvnjaks Initiative erhielten kroatische Produzenten jährlich zwischen 20 und 50 Auszeichnungen.

Er wies auch darauf hin, dass Kroatien durchweg eine der höchsten Erfolgsquoten aufweist und in den letzten drei Jahren 80 Prozent erreicht oder übersteigt, einschließlich einer Zahl von 90 Prozent im Jahr 2022.

Ivica Vlatković, ein preisgekrönter Produzent und lautstarker Fürsprecher Für den kroatischen Olivenölsektor ist er davon überzeugt, dass das kleine Land mit etwas weniger als vier Millionen Einwohnern bald ein Synonym für Qualität sein wird.

Er nennt eine lange Tradition des Olivenanbaus und der Olivenölproduktion sowie viele autochthone Sorten – darunter Oblica-, Levantinka-, istrische Bjelica-, istrische Buza- und Krvavica-Oliven – als einen der Gründe für die zunehmende internationale Bekanntheit des Landes.

Auch Vlatković hat den Trend gesehen steigende Nachfrage für Bio-Olivenöl und glaubt, dass Kroatien großes Potenzial für die Bio-Produktion hat. Er sagte, dass es in Kroatien 1,956 Hektar Bio-Olivenhaine gebe, fast dreimal so viele Bio-Olivenhaine wie in den Vereinigten Staaten.

Kroaten weisen jedoch darauf hin, dass eine qualitativ hochwertige Bio-Produktion ihren Preis hat, da kroatische Olivenöle extra vergine im Einzelhandel bis zu 30 Prozent teurer sind als der europäische Durchschnitt.

Srećko Gross, ein Apotheker und Präsident des Zagreber Oliveninstituts, eines Bauernverbandes in der Hauptstadt, führte diese hohen Preise auf die erhöhten Produktionskosten im ökologischen Landbau zurück.

Er warnte jedoch davor, dass hohe Preise zu einem Anstieg von Olivenölverfälschungen und -betrug geführt hätten, was Daten lokaler Behörden bestätigen.

Bei einer der jüngsten Kontrollen erfüllten 13 von 25 zufällig ausgewählten Proben mit der Aufschrift „Extra Virgin“ die Note nicht.

Eine der sieben ausgewählten kroatischen Marken hat die Inspektion nicht bestanden, ebenso fünf von neun Ölen italienischer Marken und sieben von neun spanischen Marken.

Gross betonte die Rolle des NYIOOC bei der Förderung von Kleinbauern, die sich auf Qualität statt auf Quantität konzentrieren, statt auf White-Label-Marken, die billigere Mischungen aus nativem oder extra nativem Olivenöl mit Oliventresteröl verkaufen, von denen einige falsch gekennzeichnet sind.

"„Hier gibt es keine Raffinerien … solche Marken sollten aus dem Spiel ausgeschlossen werden“, sagte Gross. "Als kleines Land sollten wir die Produktion hochwertiger nativer Olivenöle extra weiter ausbauen, für die wir auf der ganzen Welt immer bekannter werden.“


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